Vortrag von Kathrin Lübke: Wie wollen wir Frauen im Alter leben und was darf es kosten?

“Wie wollen wir Frauen im Alter leben und was darf es kosten?” – über diesen Thema hält Kathrin Lübke am Freitag, 16. März, 19 Uhr, in der Lebenshilfe (Spiegelgasse) einen Vortrag im Rahmen des Internationalen Frauentages.

Die materielle Lage ist von entscheidender Bedeutung für die Lebenssituation im Alter. Ein ausreichendes Einkommen stellt eine grundlegende Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und Integration aller – und damit auch älterer – Menschen dar. Interessante Fragestellungen in diesem Zusammenhang sind: Hat sich die materielle Lage älterer Menschen in den letzten Jahren verbessert oder verschlechtert? Gibt es bestimmte gesellschaftliche Gruppen, bei denen ein besonderer materieller Bedarf festzustellen ist? Ist Armut im alter geschlechterspezifisch?

Der Vortrag am Internationalen Frauentag zur Thematik Armut bei älteren und alten Frauen spricht aktuelle Kernaussagen zur Einkommens- und Armutssituation älterer Menschen innerhalb Deutschlands an. Neben objektiven Armutskriterien wie der z.B. erwartete Anstieg der Armutsgefährdung für Personen im Rentenbezug (BabyboomerInnen) werden auch subjektive Kriterien angesprochen. Denn objektive Armutsbewertungen sind häufig nicht identisch mit der subjektive Einschätzung der eigenen Bedürftigkeit.





Kurze Videosequenzen zeigen beispielhafte Lebenssituationen älterer Frauen. Mal Zeitung lesen im Café ist z.B. nur drin, weil eine Rentnerin drei Nebenjobs hat. Aber wie lange kann die 72-Jährige das noch machen? Oder folgende Lebenssituation einer Rentnerin, die Grundsicherung beantragt hat, als sie schon lange in Rente war. Obwohl sie sich keine Katze und keinen Ausflug leisten kann, würde sie sich nicht als arm bezeichnen.

Armut ist geschlechterabhängig, denn die Armutsgefährdungsquote in Bayern in der Gruppe der ab-65-Jährigen liegt für Männer bei 16,1 Prozent, für Frauen bei 21,2 Prozent und für allein lebende Frauen bei 28,3 Prozent (Dritter Bericht der Staatsregierung zur sozialen Lage in Bayern, München. 2012).

Das spezifische weibliche Alter(n) ist das Schwerpunktthema dieses Vortrages, in dem spezifische Armutsrisiken und Ursachen bei Frauen vorgestellt und diskutiert werden. Die Referentin ist Dipl.-Psychogerontologin (Uni).

Kategorien: Aktuell, Nachrichten

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