Wagnergasse: Verein Architektur und Kunst will bei neuer Bebauung “die beste Lösung” – und plädiert für einen (beschränkten) Wettbewerb

Wagnergasse: Verein Architektur und Kunst will bei neuer Bebauung “die beste Lösung” – und plädiert für einen (beschränkten) Wettbewerb

Einmal mehr schaltet sich der Verein Architektur und Kunst mit einem konstruktiven Beitrag in die öffentliche Diskussion über ein wichtiges Objekt in Landshut ein – genau genommen geht es sogar um drei Objekte, nämlich um die denkmalgeschützten Häuser 2, 4 und 6 in der Wagnergasse (Bild). Deren Schicksal – über das wir mehrfach berichteten – steht am Freitag in einem Sonderplenum auf der Agenda. Der Verein unter der Führung der Vorsitzenden Barbara Anetsberger hat sich im Vorfeld mit einem Schreiben an den OB, die Stadträte sowie den Eigentümer zu Wort gemeldet.

Darin heißt es: “Die Auswertung der Gutachten zu den denkmalgeschützten Häusern 2-6 in der Wagnergasse durch das Landesamt für Denkmalpflege hat lt. Berichterstattung ergeben, dass der Erhalt der beiden Gebäude Hausnummer 4 und 6 aufgrund aufwändiger statischer Sicherungsmassnahmen nicht zumutbar ist. Haus Nummer 2 soll nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten saniert werden.

Aufgrund der prominenten Stelle im Ensemble Innenstadt apelliert der Verein architektur und kunst e. V. Landshut an den Eigentümer und die Stadt Landshut, folgende Punkte im Fall einer Neubebauung zu berücksichtigen:





1. Orientierung am Maßstab der umliegenden Bebauung

2. Keine Veränderung von Parzellierung und Geschossigkeit

3. Hohe Qualität der Architektur, keine Historisierung

4. Gestalterische Durcharbeitung der Fassade

5. Hohes Augenmerk auf Gestaltung der Freiräume zur Isar – die Rückseite ist gleichzeitig Vorderseite

6. Fortführung des geplanten Fuß-/ und Radwegs vom Stadtpark zur Zweibrückenstraße

Um diese Herausforderungen bestmöglich zu bewältigen und eine überzeugende architektonische Lösung zu finden, ist ein Wettbewerbsverfahren das richtige Instrument. Auch ein beschränkter Wettbewerb mit einer kleineren Anzahl an geladenen Bewerbern, die gegen Bearbeitungshonorar ihre Entwürfe einreichen, ist möglich. Dadurch entsteht kein großer zeitlicher oder finanzieller Aufwand, doch Bauherr und Stadtrat bekommen dadurch die Chance, aus einer Anzahl von Entwürfen die beste Lösung auszuwählen, da dann eine Auswahl an Gestaltungsvorschlägen ganz unterschiedlicher Architekturauffassungen vorliegen. Im Vergleich kann sich der Betrachter eine fundierte Meinung bilden und es kann eine öffentliche Architekturdiskussion entstehen.”

Kategorien: Aktuell, Nachrichten

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