“Was ist zumutbar?” Grünen-Kritik an CSU-Ministerin Huml wegen “deutlich längerer Anfahrtswege” zu Geburtsstationen in Niederbayern

“Was ist zumutbar?” Grünen-Kritik an CSU-Ministerin Huml wegen “deutlich längerer Anfahrtswege” zu Geburtsstationen in Niederbayern

„Eine gute, flächendeckende Versorgung sieht für mich anders aus“, kommentiert die Grünen-Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger die Antwort aus dem Gesundheitsministerium auf ihre Anfrage zur Erreichbarkeit von Geburtsstationen. Auch bei Anfahrtswegen von mehr als 20 Minuten hält die Staatsregierung eine bedarfsgerechte und ausreichende Versorgung für gegeben. Ministerin Melanie Huml verweise darauf, dass jede werdende Mutter innerhalb einer zumutbaren Zeit eine Geburtsstation erreichen könne.

„Doch was ist zumutbar?”, fragt Steinberger. Trotz eines wahren Baby-Booms in Bayern seien in den letzten zehn Jahren 32 geburtshilfliche Abteilungen vor allem in ländlichen Regionen aus Kostengründen geschlossen worden. „Niederbayern zählt zu den Boom-Regionen und ist dennoch mit sechs Schließungen überproportional betroffen“, so Steinberger. Für die Schwangeren bedeute das oft lange Anfahrtswege. Von Aldersbach oder Thurmannsbang etwa müssten Gebärende selbst bei guten verkehrlichen Verhältnissen deutlich längere Anfahrtswege zur nächsten Geburtsstation in Kauf nehmen.

Die Grünen-Politikerin fordert:. „Das Netz der Geburtsstationen muss wieder enger werden. Das gehört für mich zur Daseinsvorsorge und stärkt den ländlichen Raum.“





Die von MdL Steinberger verschickte Karte zeigt Geburtsstationen in Niederbayern (rosa Pfeil) und Geburtsstationen, die in den letzten zehn Jahren geschlossen wurden (lila Pfeil). Rottalmünster  (blauer Pfeil) wurde 2015 „vorübergehend“ geschlossen.

Kategorien: Aktuell, Politik

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