“Wissen sie noch, was sie tun?” Eltern sind “entsetzt” über die Entscheidung der Stadträte, doch kein Geld für das Wolfgangsbad auszugeben

“Wissen sie noch, was sie tun?” Eltern sind “entsetzt” über die Entscheidung der Stadträte, doch kein Geld für das Wolfgangsbad auszugeben

Dass der Haushaltsausschuss gestern – entgegen einer positiven Entscheidung des Plenums Ende 2016 – keine Finanzmittel für die Sanierung des Wolfgangsbades (Bild) eingestellt hat, sorgt für “Entsetzen” beim Gesamtelternbeirat der Landshuter Grundschulen, der dazu heute folgende Stellungnahme abgegeben hat:

“Wissen sie noch, was sie tun? Die Elternvertreter der Landshuter Schulen hegen allmählich Zweifel, ob die Stadträte noch in der Lage sind, ein politisches Vorhaben konsequent durchzuführen oder klar zu verwerfen. Im Dezember spricht sich der Stadtrat mehrheitlich gegen die endgültige Schließung des Lehrschwimmbeckens aus – jetzt, gut einen Monat später – streicht der Haushaltsausschuss die Haushaltsmittel für die Sanierung, mindestens bis 2020. (…)

Unserer Meinung nach wird auf Kosten der Landshuter Kinder gespart. Viele Stunden Schwimmunterricht in Schulen und in den Vereinen können nicht mehr gehalten werden, weil Landshut nunmehr nur noch über ein einziges Lehrbecken verfügt. Zudem sind die Bedingungen für Schwimmanfänger in der Schwimmschule viel schlechter als im Wolfgangbad. Ob ein neues Stadtbad mit zweiten Lehrbecken jemals gebaut wird, steht in den Sternen. Bis es fertig wird, verlieren wir eine Grundschulgeneration, die wir gut im Schwimmen hätten ausbilden können.





Das Argument, dass das Lehrschwimmbecken in der Weilerstraße nur 15 Prozent der Kinder der Stadt zu Gute kommt, ist absurd. Das Bad gehört der Stadt. Alle Schulen könnten Bedarf anmelden. Ein Großteil der Schwimmkurse für Anfänger hat dort stattgefunden. Bei allen Vereinen ist es sehr beliebt. Auch das SPZ war erfreut über die Möglichkeit, im Wolfgangbad Schwimmen zu gehen.

Die DLRG bestätigt, dass die Schwimmfähigkeit der Kinder in Deutschland immer mehr abnimmt. Die Zahl der tödlichen Ertrinkungsunfälle steigt. Dies haben wir den Stadträten in unseren Gesprächen immer und immer wieder vor Augen geführt. Wir fragen uns: Was wollen unsere Stadtväter jetzt tun, um den Trend umzukehren? Oder ist es ihnen – anders als sie es sagten – eigentlich egal?

Auch Herr Dr. Haslinger stimmte in Diskussionen mit uns zumindest darin überein, dass die Kinder schwimmen lernen müssen. Was will der den Müttern und Vätern, die heute ihre Kinder im Grundschulalter haben, erzählen, wenn die Schwimmstunden nur hin und wieder stattfinden und die Eltern keinen Platz mehr in den überfüllten Schwimmkursen finden? Wir wissen es nicht.”

 

Kategorien: Aktuell, Nachrichten

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