Ziegelbau mit Satteldach: Das Asylheim auf dem alten JVA-Gelände schafft ganz neue Blickbeziehungen

Ziegelbau mit Satteldach: Das Asylheim auf dem alten JVA-Gelände schafft ganz neue Blickbeziehungen

An der baulichen Ausgestaltung des Flüchtlingsheims auf dem Gelände der alten JVA hatte sich im Februar ein ebenso kurzer wie heftiger (politischer) Streit entzündet – dass das Staatliche Bauamt dort nicht Container errichten ließ, sondern sich für eine sogenannte “Ziegel-Modulbauweise” entschied und außerdem für ein Sattel- anstelle eines Flachdachs, das kam im Stadtrat gar nicht gut an und sorgte für eine ziemlich turbulente Plenumsdebatte. Letztendlich aber segneten die Stadträte den Bau mit 21:13-Stimmen nachträglich ab (wobei eine Ablehnung vermutlich nicht viel mehr gebracht hätte als eine Zeitverzögerung um einige Monate).

Mittlerweile sind die Bauarbeiten an der Wittstraße weiter fortgeschritten, und der Eindruck, den man schon vor Wochen haben konnte, hat sich noch verfestigt. Sagen wir’s mal so: Dieser Bau in dieser Form an dieser Stelle ist nicht für jede bis dato beeindruckende Landshuter Blickbeziehung ein Gewinn…





Kategorien: Aktuell, Meinung, Nachrichten

Kommentare

  1. Steffen
    Steffen 13 April, 2017, 07:58

    Ich kann verstehen, dass es hitzige Debatten auslösen kann, dennoch ist das wichtigste, dass Flüchtlinge nicht im Kriegsgebiet sind.

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  2. Auf das Satteldach ...
    Auf das Satteldach ... 7 April, 2017, 12:19

    … kommt’s hier auch schon nicht mehr an. Viel schlimmer sind die Tatsachen, dass

    1. Flüchtlinge im Innenhof eines Gefängnisses untergebracht sind,
    2. der Ausgang aus dem Gefängnishof gerade eine mal eine Gehsteigbreite von der Wittstraße entfernt ist – und angeblich sollen Familien mit Kindern(!) in der Unterkunft untergebracht werden
    3. die Unterkunft unmittelbar am Festgelände für die Dulten und die LaHo liegt – wie wird man mit rechtlich begründeten Forderung der Bewohner nach dem Immissionsschutzgesetz umgehen?

    Hätte der Freistaat Bayern in Landshut nicht ein etwas weniger problematisches Grundstück für diesen Bau gehabt?

    Abgesehen davon konnte mir noch niemand erklären, was eine “Ziegelmodulbauweise” sein soll. So, wie der Bau ausgesehen hat, handelt es sich um das, was die Immobilienwirtschaft immer mit “Ziegelmassivbauweise” beschreibt. Aber soweit mir bekannt ist (§ 246 BauGB) dürfte die Entscheidung gegen Container und für einen Ziegelbau nicht aus Kostengründen erfolgt sein, sondern aufgrund der Gesetzeslage, dass “mobile Unterkünfte” nur für drei Jahre von den Festsetzungen des Bebauungsplans befreit werden (§ 246 Ziff. 12 BauGB). Landshut wird sich auf lange Zeit an diese neue “Blickbeziehung” gewöhnen müssen …

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